Archiv für Dezember 2015

Die Social Kitchen „O Allos Anthropos“, “The Other Human”

Der Teil der NoBorder-Kitchen, der Anfang des Monats in Idomeni gekocht hat, kocht jetzt seit 3 Tagen auf der griechischen Insel Samos.

Auf Lesbos haben wir nicht nur zusammen mit der NoBorder-Kitchen gekocht, sondern auch mit der griechischen Gruppe O Allos Anthropos, “The Other Human”. Jetzt gibt es einen ausführlichen und lesenswerten Artikel über ihre Arbeit und die Situation auf Lesbos im Allgemeinen.
Hier findet ihr den Facebook-Auftritt der Gruppe.

Bericht aus Thessaloniki zu Idomeni/Athen/Lesbos

*english below*

Bericht der Ex-NoBorder(Train)Kitchen-Idomeni:

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,
wir senden Euch solidarische Gruesse aus Thessaloniki.
Sicherlich habt ihr unsere Aktivitaeten aus der Ferne mitverfolgt

Hier eine CNN-Reportage ueber die No Border Train Kitchen und ein Bericht einer griechischen Zeitung über unsere Küche.

Seit dem 09.12. ist das Gefluechteten-Camp und unsere No Border Kitchen in Idomeni (an der griechisch-mazedonischen Grenze) Geschichte. Hier nochmal der kurze Text zu den Ereignissen der letzten Tage sowie einige Ergaenzungen.
Wir bedanken uns bei Euch allen fuer Eure Solidaritaet und Unterstuetzung.

--------------------------------------------------------------------------

Geflüchteten-Camp in Idomeni (Griechenland) von Polizei und Frontex geraeumt:

Am 9.12.2015 wurde das Geflüchteten-Camp in Idomeni an der
griechisch-mazedonischen Grenze durch die griechische Polizei geräumt.
Das Camp bestand seit ungefähr vier Wochen und vergrößerte sich in
dieser Zeit massiv, da Mazedonien die Grenze zu Griechenland schloss und dann
begann, nur noch Menschen aus Syrien, Iraq und Afghanistan passieren zu
lassen. Daraufhin verschlimmerte sich die Situation am Grenzübergang
massiv, sanitäre Anlagen und Versorgung wurde nur sehr schleppend durch
NGOs organisiert, weshalb wir uns als No Border Kitchen entschieden
haben, dort hin zu fahren. Gemeinsam mit Geflüchteten haben wir uns um die
Essensversorgung im Camp gekümmert.
Am Morgen des 09.12. begann die Polizei gegen 8:00 Uhr, das Camp zu
räumen. Dabei blieb den Geflüchteten kaum Zeit ihre Sachen zu packen, viele
Zelte wurden aufgeschlitzt und das Camp in Verwüstung hinterlassen. Den
Geflüchteten wurde nicht erlaubt, sich zu entfernen, sie mussten in
Reisebusse steigen und wurden weg gefahren, die meisten von ihnen nach Athen. Es
gibt jedoch auch Informationen darüber, dass Menschen von Athen weiter
transportiert wurden oder einfach auf offener Straße aussteigen
mussten.
Teilweise gingen die Polizist*innen auch mit Gewalt gegen Geflüchtete
vor, die ihre Zelte nicht freiwillig verlassen wollten, darunter waren auch
Kinder und Jugendliche. So waren mehrmals Schmerzensschreie aus Zelten
zu hören in welche die Polizei eingedrungen war. Einzelne Geflüchtete
wurden während der Räumung von den anderen separiert, geschlagen und in
Polizeiautos abtransportiert.
Der Versuch sich das Geschehen aus nächster Nähe anzusehen wurde von
der Polizei unterbunden, ebenso wurden wir darauf hingewiesen, dass es
illegal sei, Fotos zu machen. Menschen, die fotografierten, wurden von
Beamten in Zivil angeschrien, gestoßen und festgenommen. Selbst
Menschen, die die Vorgänge aus der Ferne beobachteten wurden fort geschickt.
Ebenso war es für Journalist*innen unmöglich, hier her zu kommen, das
Gebiet wurde großräumig abgesperrt; Journalist*innen, die Fotos machten
wurden festgenommen. Generell schien ein großes Interesse daran zu
liegen, die Öffentlichkeit von dieser Aktion auszuschließen.
--------------------------------------------------------------------------------

Ein verbliebener Teil unserer Gruppe in Idomeni hat es geschafft, tausende Decken Schlafsaecke etc. zu sichern, die wir dann nach Thessaloniki brachten. Bereits kurz nach der Raeumung begannen die Aufraumarbeiten: Decken, Zelte etc. wurden
mit Baggern in den Muell geschmissen wurde.

Seit gut einer Woche gibt es ein neues Hausprojekt in Thessaloniki, das
extra fuer Gefluechtete besetzt wurde. Das Hausprojekt hat Kapazitaeten fuer 100
bis 150 Personen.

Einen Tag vor der Raeumung in Idomeni ist es uns in Zusammenarbeit mit
den griechischen GenossInnen gelungen, einen Bus zu organisieren, mit dem wir ca
40 Gefluechtete (der Fokus dabei lag auf alleinstehenden Frauen, Familien
mit Kindern, kranken Menschen, sowie unseren neuen FreundInnen und
GenossInnen aus Marroko, dem Iran, Nepal etc. aus unserem NoBorderKitchen-Team.)
aus dem raeumungsbedrohten Camp in Idomeni rauszufahren und zum neuen Hausprojekt
in Thessaloniki zu bringen. Die Ankunft im Hausprojekt war unbeschreiblich. Ca. 80 griechische GenossInnen hatten sich im Innenhof des Sqats versammelt, als wir mit dem Bus voller Gefluechteter dort ankamen und begannen, zu singen und uns mit Welcome Rufen und Jubel in Empfang zu nehmen.

Inzwischen haben etliche weitere gefluechtete FreundInnen den Weg
zu uns gefunden.
Die Stimmung im Hausprojekt ist sehr gut. es ist unglaublich was sich hier in
Thessaloniki an Unterstuetzung und Solidaritaet entwickelt.
Auch griechische GenossInnen, die zuvor teilweise gar nicht oder
kaum zusammengearbeitet haben, kommen nun dort zusammen. Es wird immer wieder
betont das seit Idomeni und unserer Ankunft und unseren Aktivitaeten
sich hier alles veraendert hat.

Jeden Tag findet eine grosse Vollversammlung statt, an der 80- 100 Leute
teilnehmen. Die VolXkueche dampft.
Vorgestern abend (am Tag der raeumung) gab es eine grosse
Spontandemonstration in Thessaloniki an der ueber 2000 Menschen
teilnahmen. In der ersten Reihe stand hinter dem Fronttranspi ein Teil unser gefluechteten FreundInnen.

Leider ist der groesste Teil unserer Kuechencrew aus Marroko, Iran, etc.
bei der Raeumung nach Athen deportiert worden.

Zum Glueck ist es uns gestern Abend gelungen, zu einigen den
Kontakt herzustellen, wir versuchen, sie nach Tessaloniki zu bekommen und im Hausprojekt unterzubringen. Weiterhin versuchen wir die Infonummer u. Adresse sowie den Sinn und Zweck des
Hausprojekts unter den deportierten Gefluechteten in Athen zu verbreiten. (wie
gesagt, der Fokus liegt auf alleinstehenden Frauen, Familien mit Kindern, da
der Hausprojekt natuerlich nur begrenzt Kapazitaeten hat.)

Allen, die sich, um uns in Idomeni zu unterstuetzen – auf den Weg
gemacht haben oder dieses noch vorhatten\vorhaben – raten wir momentan nach
Lesvos zu fahren da die dortige No Border Kitchen dringend Hilfe benoetigt.
Evtl. wäre Athen auch eine weitere Alternative.

Ankommen und orientieren ist nach wie vor in Thessaloniki moeglich – und und unserer Ansicht nach auch eine gute Option – um zu schauen, ob sich neue Optionen ergeben, ob also unsere Empfehlung ist, nach Lesvos oder Athen aufzubrechen.

Unsere Kochausruestung ist momentan unterwegs mit dem Teil unserer Gruppe,
der nach Lesvos aufgebrochen ist.

Ein Teil unserer Gruppe hat sich nach Lesvos aufgemacht,
andere nach Athen, ein kleiner teil unserer Gruppe bleibt beim Hausprojekt
und hilft, das Hausprojekt sowie die VolXkueche aufzubauen

Infotel Hausprojekt Tehessaloniki: 0030 6989389150
Adresse: labraki 186 (buslinie 14)
Haltestelle: orfanotrofio (liegt direkt am Hausprojekt)

Infotel (Ex) No border Trainkitchen Idomeni (auch erstmal in Thessaloniki):0030 69 46650046

No Border Kitchen Lesvos:
Mail: noborderkitchen@riseup.net
Infotel. (ger.) : 0049 (0)160 95 10 27 51
Infotel. (greek): 0030 698 340 69 78
infotel Hausprojekt in Athen 0030 6978873643

allerbeste und solidarische gruesse aus Tehessaloniki

Fight fortress europe!

Ex No Border Kitchen Idomeni

hier ein paar Links die einen kleinen Eindruck der Ereignisse der
letzten Tage\ Wochen vermitteln:
https://www.facebook.com/Channel4News/videos/10153350571586939/?fref=nf

https://www.youtube.com/watch?v=WqssdBKgmzo

https://www.youtube.com/watch?v=wsly4B05twQ&feature=youtu.be&app=desktop

https://www.youtube.com/watch?v=a_Y9CdSJVRE

https://www.youtube.com/watch?v=qrhxfCymQlM

http://bordermonitoring.eu/liveticker/2015/11/live-ticker-eidomeni/

http://live.w2eu.info/

_______________________________________________________

For all English speaking persons short, fast and not-the-best translation.
********

Dear friends.
We are sending solidarity greetings from Thessaloniki.

Maybe you followed our activities within the last weeks. Some
information below. Two days ago the Refugee Camp and our No Border
Kitchen in Idomeni became history. Find attached our short text about
the last days and some additional information.

Thanks for your solidarity and support!!

--------------------------------------------------------------------

(Shortened)

9th of December – Frontex and Greek Police close down Camp structures in
Eidomeni at the Greek site of the border to Macedonia.

After the closure of the border for several nationalities, situation
became worse for people waiting to enter Macedonia within last weeks.
Because NGOs slowed down their activities and food, sanitary and medical
support was low, NoBorderKitchen decided to stay at the border. Together
with Refugees they tried to distribute food for the camp.

At 8 in the morning of 9th of December Police emptied the camp. Most of
the Refugees didn‘t have enough time to take their stuff, tents have
been opened with knives and camp structures left destroyed. Refugees
weren‘t allowed to leave the camp and forced to enter busses. We
suppose, that most of them are in Athens now, but there are information
about busses leaving from Athens again, stopping at open streets where
Refugees had to leave. There has been brutal actions against Refugees by
Police. Police tried to interrupt people from getting closer to watch,
help and document. Taking photos was told to be permitted, people who
tried to take photographs have been shouted at or brought to jail. Even
who tried to watch from far away was forced to leave. Journalist were
not allowed to enter as well, places have been closed off, journalists
who tried to take photographs arrested.

----------------------------------------------------------------------

Yesterday part of our group tried to safe 1000s of blankets, sleeping
bags… Immediately after emptying the camp officials started to clean the
camp and take away blankets by excavators. We took 1000s of blankets…
which are stored in Thessaloniki.

Since one week there is a new squat for Refugees in Thessaloniki. There
is space for 100 to 150 Refugees.

One day before emptying the camp in Eidomeni we could manage to to
organize a bus together with comrades from Greece to take 40 Refugees
(women travelling alone, families with children, people with illnesses,
as well as our friends from Iran, Nepal, Marroco from NBK-team) to the
squat in Thessaloniki. Arrival in Thessaloniki was indescribable. 80
comrades from Greece gathered when we arrived and started to sing and
welcome Refugees with applause.

More friends and Refugee friends arrived during last hours.

Atmosphere in the squat is great. It’s unbelievable how solidarity and
support is growing. Greek comrades that did not corporate before now
work in unity. It is often told that cooperation changed since we
arrived and worked at Eidomeni.

Every day there is a big gathering from 80-100 people. Kitchen is
working. The day before yesterday 2000 people have been part of a
spontaneous demonstration in Thessaloniki. In the first row some of our
Refugee friends with banners.

Unfortunately lot of our friends from Marocco, Iran … have been brought
to Athens.

We managed to get in touch with some of them and are looking forward to
bring them to the squat as well. Furthermore we try to spread
information about the squat and what is happening there for deported
Refugees in Athens (focus is on women travelling alone, families with
children… because squat only has limited capacities).

To those who want to come and join and support us we would advice to go
to Lesvos because NBK there is in need of helpers. There is 15 to 20
people needed to keep structures running. Another alternative location
to help might be Athens.

Arriving and taking some time to orientate is still possible in
Thessaloniki and in our opinion a good possibility to find a place to
support. So we advice to go to Lesvos or Athens and stop by in
Thessaloniki and get latest information.

We store our equipment for cooking at the squat. If there is any need it
is possible to take the stuff.

Part of our group will go on to Lesvos, some to Athens. Small group will
stay in Thessaloniki to support the squat and kitchen.

Info-Phone squat Tehessaloniki: 0030 6989389150
Address: labraki 186 (buslinie 14) Stop: orfanotrofio (closed to squat)

Info-Phone (Ex) No border Trainkitchen Idomeni (right now in
Thessa):0030 69 46650046

No Border Kitchen Lesvos:
Mail: noborderkitchen@riseup.net
Infotel. (ger.) : 0049 (0)160 95 10 27 51
Infotel. (greek): 0030 698 340 69 78
infotel squat in Athens 0030 6978873643

Unterstützungs-Aufruf / Call for support: „NoBorder-Train-Kitchen Idomeni“

UPDATE:
Nachdem das Refugee Camp am griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni am 09.12.15 von der Polizei geräumt wurde, hat auch die NoBorderKitchen aus Idomeni ihre Sachen eingepackt und wird sich vermutlich nach Lesbos begeben, um die Menschen dort zu unterstützen, die dringend Hilfe benötigen (s. neuer Aufruf hier!).

After the eviction of the refugee camp in Idomeni, the NoBorder-Kitchen packed their bags and is likely to move to Lesbos soon. For further information see the new call for support for Lesbos here!

Call for Support for NoBorder-Train-Kitchen Idomeni in English

Freunde von uns, die „NoBorder-Train-Kitchen“, kochen seit einer Woche täglich für 2000 Menschen an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni.
Sie senden euch solidarische Grüße und bitten Euch um Eure Mithilfe:

No Border-Train-Kitchen Idomeni

„Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

Es ist mittlerweile gut 4 Wochen her, seit wir uns an Euch mit der Bitte um Eure Unterstützung gewendet hatten. Ursprünglich um nach Slovenien zu fahren – um dort gespendetes Material (Zelte,Decken,Schlafsäcke etc ) an geflüchtete Menschen zu verteilen und eine mobile VolXküche zu errichten.

Die Reaktion auf unseren Aufruf war überwältigend. Schon nach kurzer Zeit hatten wir soviel Material gespendet bekommen das die Sammelstellen überquollen.
Einige Freund_innen starteten noch die Woche darauf mit vollbeladenen Transportern.

Dann änderte sich die Situation in Slovenien und wir entschlossen uns mit einer 8-köpfigen Gruppe kurzfristig mit einem vollbeladenen 12 Tonner Truck nach Lesvos (Griechenland) aufzubrechen.

Kaum in Griechenland angekommen wurde die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien für viele Geflüchtete dichtgemacht. Seit knapp 2 Wochen harren seitdem tausende Menschen unter härtesten Bedingungen dort aus,stetig kommen neue Busse an. Die Situation ist katastrophal. Schnell war klar das wir an die Grenze nach Idomeni fahren um unser gespendetes Material dort zu verteilen und versuchen würden dort zu kochen.

Seit einer Woche nun ist für uns in Idomeni Non stop cooking angesagt. Wir haben uns mit einer anderen Kochcrew zusammengetan und inzwischen versorgen wir sowie eine weitere autonome Küche täglich 2ooo Leute und geben ca. 3000 Mahlzeiten am Tag raus.

Zunächst bauten wir unsere Küche auf einem verlassenen Militärgelände auf und begannen dort zu kochen. Währenddessen kam es zu einem ersten größeren Aufstand als hunderte Geflüchtete versuchten die Grenze zu stürmen und die Zäune niederrissen (http://grenzenloskochenhannover.blogsport.de/2015/11/27/nach-der-nacht-unruhen-in-indomeni/).

Nach 2 Tagen wurde wir an unserem ersten Spot von der Polizei geräumt – während der nächste, zweite größere Aufstand begann und wieder hunderte Geflüchtete entschlossener als zuvor versuchten die Grenze zu stürmen. Auslöser war ein tödlicher Stromschlag den jemand erlitt der sich auf dem Dach eines Güterwagons befand. Daraufhin wurden die Menschen über eine Stunde vom mazedonischen Militär mit Gasgranaten und Schockgranaten beschossen.
Im Nebel der Tränengasrauchschwaden entschlossen wir uns kurzerhand einen leerstehenden Güterwagon zu besetzen wo wir seit dem fast pausenlos für tausende kochen. Inzwischen ist es gestern zu einem dritten größeren Aufstand gekommen bei dem die protestierenden Menschen mit Gummigeschossen beschossen wurden.

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Durch unsere Erfahrungen hat sich herausgestellt das es günstiger ist Lebensmittel direkt vor Ort einzukaufen. Auch bei Materialsammlungen (Decken,Kleidung Schuhe,Planen,Zelte )hat sich (für uns) herausgestellt das es praktischer ist benötigte Materialien hier vor Ort in Griechenland zu sammeln und die griechischen Genoss_innen dabei nach unseren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen. (z.B. durch Bereitstellung eines Miet-LkW). Wir wollen jedoch niemanden ausbremsen – Es fehlt nach wie vor an allem. Immer wieder begegnen uns Menschen ohne Schuhe, Decken,Jacken,Socken etc.

Wir wenden uns hiermit nochmal an Euch alle mit der Bitte uns (weiterhin) zu unterstützen. Zum einen sind wir dringend auf Geldspenden angewiesen um überhaupt noch weiterkochen zu können. Wir haben allein in der letzen Woche 3000,- Euro für Lebensmittel ausgeben (müssen).
Darüber hinaus musste gerade ein Teil unserer Kochcrew wieder abreisen, so das wir momentan einen personellen Engpass haben. Dazu kommt das wir an der Grenze des Leistbaren sind und einige von uns leider krank geworden sind, da es hier nachts bitterkalt wird.

Wir sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Aktivist_innen aus der
Altmark, Hamburg, Hannover, Berlin, Melbourne and from the middle of nowhere…

Einige von uns stammen aus VoKü-zusammenhängen (wie z.B. VolXküche Hannover/ Le Sabot,Food for Action) sowie andere AktivistInnen die ganz andere Erfahrungen,Stärken und Schwächen mitbringen.

Die meißten von uns kannten sich vorher nicht. Was uns eint – ist – durch unsere Arbeit und die Bereitstellung von Verpflegung und technischer Infrastruktur vor Ort -konkrete Hilfe zu leisten und so die Menschen auf der Flucht bei der Überwindung der Grenzen praktisch zu unterstützen.

Inzwischen haben sich unserer Crew auch Geflüchtete aus Marrokko sowie dem Iran und Pakistan angeschlossen ohne deren Hilfe wir das hier gar nicht schaffen könnten. Auch sie am Rande Ihrer Kräfte…

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Wir konnten inzwischen gute Kontakte in Thessaloniki aufbauen- wo wir momentan versuchen Räume für „Out of Action“ sowie Pennplätze zum ankommen zu organisieren.

Wie gesagt wir sind momentan nicht viele. Wenn ihr Euch also vorstellen könnt ein oder besser 2 Wochen mit uns gemeinsam zu Kochen/ uns dabei zu unterstützen, und/oder zu entlasten (so das es einigen möglich wäre sich 2-3 Tage rauszuziehen um wieder zu Kräften zu kommen- bitte nehmt Kontakt mit uns auf.

Infotelephon: 0030-69466-50046

Wir bitten alle unsere Freund_innen und Genoss_innen uns nach ihren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen und zu überlegen, wie und wo ihr in Eurem Umfeld evtl. Geld besorgen könnt, damit bei uns weiterhin der Kessel dampft.

Außerdem wäre es super wenn Ihr diesen Aufruf möglichst breit streuen/
weiterleiten könntet.

Informiert Euch,organisiert Euch – denkt Euch selber was aus..!

Do,3.Dez. 2015/ Idomeni

…manche zählen Geld..

..wir zählen auf Solidarität!

Helft uns zu helfen!

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel

KTNr.: 400 723 8312
BLZ: 430 609 67
iban: DE93 4306 0967 4007 2383 12
bic : GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: just people

*No Border (Train-) Kitchen / Idomeni

*der Aufruf wird unterstützt von: Rote Hilfe e.V. / Ortsgruppe Salzwedel
und der mobilen VolXküche Hannover

Hier ein Interview das wir mit Menschen aus dem Iran führten die sich derzeit (wieder) im Hungerstreik befinden:
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=WjOlPtwjEZU

Infos zur Situation an der Grenze:
http://balkanroute.bordermonitoring.eu/
http://grenzenloskochenhannover.blogsport.de/

http://volunteersrise.tumblr.com/

http://m.spiegel.de/video/video-1601579.html
http://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-stranden-in-mazedonien-balkanroute-blockiert-video-1630277.html
http://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-mazedonien-baut-festen-grenzzaun-video-1630628.html “

No Border-Train-Kitchen Idomeni

No Border-Train-Kitchen Idomeni

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Wieder da

Am 29.11. sind die Aktivist_innen von „Grenzenlos Kochen“ nach Hannover zurückgekehrt.

Diese Fotoreihe gibt einen guten Einblick in die letzten Tage ihrer Tour:

„Jeder unserer Tage auf Lesbos war anders, vor allem anders als erwartet.“

„Open the future! – Racist borders!“

Vielen Dank an alle, die bisher unseren Aufruf unterstützt haben.

Über alle weiteren Pläne informieren wir euch demnächst hier auf dem Blog.

Mytilini

Mytilini

Mytilini