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Appell “Menschenrecht auf Familienzusammenführung einhalten!”

Zusammen mit mehr als 50 niedersächsischen Initiativen, Vereinen und Organisationen der Flüchtlingsunterstützung haben wir den Appell “Menschenrecht auf Familienzusammenführung einhalten!” unterzeichnet.

Die Unterzeichner*innen richten sich an die Verantwortlichen in CDU, CSU und SPD, die über eine Regierungsbildung in Berlin verhandeln. Sie fordern eine Gewährleistung des Rechts auf Familiennachzug für alle Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz. Die fortgesetzte Verhinderung des Familiennachzugs zu Schutzberechtigten ist unmenschlich. Der Schutz der Familie ist ein elementares Grundrecht, das auch für Geflüchtete gilt.

Die Initiativen und Organisationen kritisieren zudem die geplante Fortsetzung der Aussetzung der Aufnahme aus Griechenland und Italien. Dort halten sich derzeit mehr als 4.000 Familienangehörige auf, die bereits jetzt einen Rechtsanspruch auf den Nachzug nach Deutschland haben (an dieser Stelle die Erinnerung an eine Petition unserer Freunde vom Mobile Info Team, die im Sommer 2017 von 25.000 Menschen unterschrieben wurde).

Die Initiativen und Organisationen unterstützen die Forderungen, die PRO ASYL an den deutschen Bundestag stellt:
→ Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte beenden!
→ Visumsverfahren für Familienmitglieder beschleunigen!
→ Einreise von in Griechenland gestrandeten Angehörigen ermöglichen!

Veranstaltung: „Hotspot Moria: Was die europäische Abschreckungspolitik konkret für die Geflüchteten bedeutet“

Donnerstag, 21.12.2017, 19 Uhr
Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Trotz des so genannten EU-Türkei Deals kommen weiterhin regelmäßig Menschen, vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, aber auch aus Pakistan und afrikanischen Ländern auf Lesbos und anderen griechischen Inseln in der Ägäis an. Die zurzeit größte Gruppe der Ankommenden sind Kinder. Mittlerweile sitzen tausende geflüchtete Menschen – darunter auch unbegleitete Minderjährige, Kranke, Traumatisierte und andere besonders Schutzbedürftige – auf diesen Inseln fest und was sie dort erleben, ist ein langes, undurchsichtiges Asylverfahren unter menschenunwürdigen Bedingungen. Viele der Betroffenen in den überfüllten Camps sind z.B. in kleinen Sommerzelten dem Winter schutzlos ausgeliefert, ohne (ausreichende) Versorgung und Zugang zu rechtlicher Beratung und Vertretung. Das Ausmaß der Entrechtung ist groß.

Im Sinne praktischer Solidarität waren in den letzten Wochen u.a. drei Hannoveraner*innen in unterschiedlichen Projekten vor Ort. Die dabei gewonnenen Einblicke möchten sie mit Interessierten teilen. In der hier angekündigten Veranstaltung wird über Rahmenbedingungen der Asylanhörungsvorbereitung im Moria-Camp, welche durch das Projekt „European Lawyers in Lesvos“ angeboten wird, berichtet. Zudem werden die vielfältigen praktischen und politischen Aktivitäten der Gruppe „No border kitchen Lesbos“ (NBK) vorgestellt. Schließlich werden die Tätigkeitsbereiche der Gruppe „Chios Eastern Shore Response Team“ (CESRT) bei der Erstversorgung von Geflüchteten nach der Ankunft mit dem Boot sowie der längerfristigen Unterstützung von Familien dargestellt.

In der Veranstaltung sollen darüber hinaus Wege der Unterstützung vor Ort und von Deutschland aus diskutiert werden.

Eine Veranstaltung vom Flüchtlingsrat Niedersachsen und Grenzenlos Kochen Hannover.

Kurzfilme von Refugees auf Lesbos

Humanity is more important than what is written on a few papers

Vor drei Monaten haben wir auf Lesbos ebenfalls den jungen Fridoon Joinda getroffen, der als Medienschaffender seine unfreiwillig auf Lesbos verbrachte Zeit nutzt, um auf die Situation der dort an der Weiterreise gehinderten Geflüchteten aufmerksam zu machen. Seine jüngsten Werke sind der Kurzfilm „I am not dangerous“
sowie gemeinsam mit seinem Bruder der 10-Minüter „Hope“: https://www.youtube.com/watch?v=0fzox66shEs&feature=youtu.be („With borrowed cameras and equipment, we made this movie while stuck on Lesvos with thousands of others, waiting for months for the Greek government to hear our stories and allow us into the rest of Europe.“).

Alle Credits an Joinda Production!

Save No Border Kitchen Lesvos! Keep the kitchen running! Fight for refugee autonomy!

UPDATE: Fast 10.000€ wurden in den vergangenen 2 Wochen an die No Border Kitchen Lesvos gespendet. Die NBK hat damit ihr Spendenziel erreicht und kann ihre gute und wichtige Arbeit im gleichen Umfang fortführen. Die Überweisung von Spenden ist aber nachwievor möglich. Danke!

Die No Border Kitchen Lesbos unterstützt momentan 350 Refugees auf der griechischen Insel Lesbos mit Lebensmitteln, damit diese sich ihr Essen selbst zubereiten können. Das kostet ca. 20€ pro Person pro Monat.
Aber nun wird, wie zuletzt im vergangenen Winter, das Geld knapp: Wenn nicht bis Ende der kommenden Woche 7.000€ an Spenden zusammenkommen, werden die Lebensmittellieferungen eingestellt oder gekürzt werden müssen.
Die NBK Lesbos hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne gestartet: https://www.youcaring.com/refugeesinlesvosgreece-897627.
Wir unterstützen diese mit 2.000€ aus Spendengeldern und hoffen, gemeinsam mit Euch die 7.000€-Marke knacken zu können!

Aus dem Spendenaufruf:

“HOW you can help us:
no donation is too small, but:
€20 will provide one person with supplies to subsist autonomously for a month!
€80 will supply a family of four!
€160 will supply a group of eight – the most common size of food-box we prepare!
€500 would pay the rent and utilities on our kitchen/warehouse for a month!

You can also support us by organising solidarity parties, gigs or events in your home city. Additionally, every “share” of a crowd-funding page raises an average of €30 – so please post away on your Facebook, Twitter and Instagram!”

Weitere Ideen und Informationen erhaltet ihr auf der Crowdfunding-Seite.

Eine Mitstreiterin aus Hannover ist grade auf Lesbos und wird uns über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

- Crowdfunding-Video
- Statement eines Refugees zur Bedeutung der NBK
- NBK auf Facebook: https://www.facebook.com/NBKLesvos/
- NBK auf Twitter: https://twitter.com/noborderkitchen
- NBK-Blog: https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org

Falls ihr mögt, könnt ihr auch auf das “Grenzenlos Kochen Hannover”-Spendenkonto nachwievor Geld überweisen. Wir leiten es dann dorthin weiter, wo es grade am Dringendsten benötigt wird:

Kontoinhaber*in: VVN/BdA Hannover
Verwendungszweck: refugeecamp-Balkan
Bank: Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC: PBNKDEFFXXX
(Verwendungszweck beachten!)

Keep the kitchen running!

GKH

Petition gegen die Begrenzung der Familienzusammenführung von Griechenland nach Deutschland

Im April dieses Jahres hatte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere eine Idee: Die Zusammenführung von geflüchteten Familien, die im Zuge der Flucht getrennt wurden und sich nun zum Teil in Deutschland und zum Teil in Griechenland befinden, zu limitieren – und zwar auf 70 Personen pro Monat.
Bei derzeit mehr als 2000 Personen in der Warteschlange in Griechenland bedeutet das z.B. für Eltern, die jetzt einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen, dass diese ihre Kinder frühestens in 3 Jahren sehen.
Unsere Freunde vom Mobile Info Team for refugees in Greece, haben etwas gegen die Umsetzung dieser Idee, deren Betroffene sie täglich treffen, und haben daher eine Petition gestartet, die ihr hier unterschreiben könnt: https://www.change.org/p/familienzusammenf%C3%BChrung-aus-griechenland-lasst-sie-endlich-wieder-zusammen-sein

This limitation contradicts European law, including people’s right to family life. A lot of organisations in Germany are trying to make pressure on the German authorities to lift it, including the organisations Pro Asyl, Diakonie and UNHCR Germany. The Mobile Info Team has started a petition against this restriction: https://www.change.org/p/family-reunification-from-greece-let-them-be-together-again
Please sign and share it!