Allgemein

Ventimiglia, Mai 2019: Call for action – call for people – call for donations

Aus humanitärer Sicht ist das, was ihr tut, sehr wertvoll.
Aber leider ist es nun mal gesetzlich verboten.

(Zitat eines italienischen Polizisten an der Grenze, Situation vom 7.5.19, siehe unten)

CALL FOR ACTION – CALL FOR PEOPLE – CALL FOR DONATIONS

Neuigkeiten aus Ventimiglia:

So sah die Lage bis Anfang Mai noch aus:
Seit mittlerweile etwa einem Jahr unterstützen unabhängige Aktivist_innen gemeinsam mit Kesha Niya Kitchen mit einem Frühstück an der Grenze die Menschen auf der Flucht, die bei Menton aus „Kurz-Haft“ entlassen werden.
Das Frühstück findet ca. 1 km vor der französischen Grenze bei Menton statt. An dieser Straße müssen die Zurückgewiesenen oder aus der Region abgeschobenen Menschen zurück nach Ventimiglia, nach Italien, laufen. Der Großteil besteht aus Menschen, die beim Grenzübertritt zu Fuß/per Bus/Bahn von der französischen oder italienischen Polizei festgenommen wurden. Die meisten wurden am vorigen Tag oder Nacht festgenommen und bis zum nächsten Tag festgehalten. An dieser Anlaufstelle wird allen Vorbeikommenden Getränke, Essen, Informationen, Wifi und die Möglichkeit, Mobiltelefone zu laden, angeboten. Wichtig sind dabei vor allem Informationen über rechtliche Möglichkeiten und über soziale Einrichtungen in Ventimiglia. Uns gibt der Kontakt eine Möglichkeit, Polizeigewalt zu dokumentieren und Informationen über die Vorgänge an der Grenze zu verbreiten.

Auf den französischen Einreiseverbots Papieren, dem „Refus d’entrée“, den die meisten Menschen an der Grenze erhalten, ist ein eindeutiges Muster beim Ausfüllen seitens der französischen Polizei zu erkennen. In der Regel ist die Begründung für das Einreiseverbot, dass die entsprechende Person eine „Gefahr für die öffentliche Ordnung, die nationale Sicherheit/Gesundheit oder für die internationalen Beziehungen eines oder mehrerer EU-Staaten“ darstelle. In 99% der Fälle wurde dieses Kästchen von der Polizei auf den Papieren angekreuzt. Allerdings werden diese vermeintlich „gefährlichen Personen“ im Anschluss in Italien frei gelassen.

Jeden Tag begegnen uns zahlreiche Personen deren französische Dokumente, d. h. ihre Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich, von der französischen Polizei nicht anerkannt, gestohlen oder vor ihren Augen zerstört wurden. Auch Geburtsurkunden von Minderjährigen, die fälschlicherweise als volljährig registriert wurden, werden massenweise von der französischen Polizei gestohlen. Diese Dokumente zurückzubekommen oder die Polizei auch nur dazu zu bringen, zuzugeben, dass sie die Dokumente entnommen haben, ist uns bisher noch nicht gelungen.

Wie die Situation aktuell ist:
In den letzten zwei Wochen kam immer wieder die „polizia“ (Polizei), die „polizia locale“ (lokale Polizei) und die „digos“ (Zivilpolizei) zu dem Ort des Frühstücks.
Gestern, am 6.5.19, ist die Polizei auf die Aktivist_innen, die das Frühstück ausrichten, zugegangen und hat ihnen verboten, das weiterhin zu tun. Das Essen musste abgebaut werden, außerdem wurden Personen (mal wieder) auf ihren Ausweis kontrolliert. Im Laufe des Gesprächs wurde klar, dass dieser neue Umgang darauf zurückzuführen ist, dass Nachbar_innen sich davon gestört fühlen, dass den Flüchtenden an der Straße Lebensmittel und Informationen angeboten werden. Es wurde sich darauf berufen, dass es in Ventimiglia ein generelles Verbot gäbe, Essen zu verteilen (absurd genug). Faktisch gab es dieses Verbot zwar mal, das ist nach unseren Recherchen aber nicht mehr aktuell. Die Polizist_innen sind mit der Ansage weggegangen, dass die Aktivist_innen an der Stelle sitzen dürften, aber nichts mehr verteilen sollen.

Am 7.5. ist die Polizei wiedergekommen, hat alle Aktivist_innen mit Vornamen angesprochen und erneut auf das Verbot hingewiesen.

Was bedeutet das?
Insgesamt ist klar, dass die neuen Formen der polizeilichen Repression dazu führen sollen, aktivistische und solidarische Handlungsformen zu unterdrücken. Die Menschen, die der Situation Aufmerksamkeit schenken, werden eingeschüchtert und die Arbeit wird mit allen möglichen Mitteln erschwert.
Zu allen neuen erschwerten Umständen dazu ist die Gruppe Kesha Niya zur Zeit sowieso in einer schwierigen Situation. Neben ihren täglichen Aufgaben wie die Food Distribution und weiteren Aktivitäten steht der Umzug auf ein neues Gelände an. Außerdem ist das letzte verfügbare Auto der Gruppe kaputt gegangen und nun steht nur noch ein Mietauto und eines einer Aktivistin, die den Ort bald verlassen wird, zur Verfügung.

Und jetzt?

Die Menschen vor Ort brauchen Unterstützung, um weiterhin konkrete Solidarität mit Menschen auf der Flucht zeigen zu können – daher an dieser Stelle nochmal: das ist ein call for people, call for action, call for money! Wenn du Zeit-Energie-Ressourcen hast, solidarische Menschen kennst, die losfahren wollen, eine Soli-Party schmeißen kannst – dieser Spot braucht diesen Support!

Was konkret gebraucht wird:
- Menschen vor Ort;
- ein Auto (wenn sich dieses irgendwo zwischen hier und Norditalien befindet finden wir sicher einen Weg, das runter zu fahren);
- Geld;
- mediale Aufmerksamkeit !

Teilt diesen Aufruf gern mit Freund_innen, Genoss_innen, euren Gruppen, auf aktivistischen Mailinglisten und sozialen Netzwerken, Veranstaltungen, … und meldet euch! Solidarität muss praktisch werden!

Mehr Infos zur Situation findet ihr auf verschiedenen Websites, zum Beispiel denen der Gruppe Kesha Niya:
https://keshaniya.org/
https://www.facebook.com/KeshaNiyaProject/

Spendenaufruf Balkanroute Winter 2018: No Border – No Nation – Just People

Liebe Genoss_innen, Freund_innen und alle da draußen, denen das Schicksal anderer Menschen nicht egal ist,

erstmal einen riesengroßen Dank an euch Alle für die enorme Hilfsbereitschaft und Unterstützung durch Sach- und Geldspenden, die unseren letzten beiden Aufrufen im Winter 2015 folgten. Die Spendenbereitschaft war überwältigend und immer wieder berührte es uns, wie sich Solidarität anfühlen kann.

Viele Aktivist_innen fahren an die EU-Außengrenzen, um mit diesen Spenden teilweise über Wochen und Monate entlang der Balkanroute bis nach Griechenland und auf den griechischen Inseln Samos und vor allem Lesbos Geflüchteten zu helfen.
Die Fluchtursachen und -gründe bestehen weiterhin, die Abschottung der EU-Grenzen wird immer restriktiver und so das Leiden der Menschen auf der Flucht größer. Unsere Solidarität wird niemals enden, aber die Spendengelder sind aufgebraucht.

Wir befinden uns im Jahr 2018 und die meisten Medien schweigen zur aktuellen Situation auf den Fluchtrouten und zu denen, die unter den Strapazen der Flucht leiden müssen. Doch nur weil über die Situation nicht mehr berichtet wird, ist diese noch lange nicht vorbei. Noch immer sind Tausende auf der Suche nach Schutz und harren in unbeschreiblichen Zuständen vor der Festung Europas aus. Mehr als 30.000 Menschen erreichten in 2018 die griechischen Inseln, und sitzen dort unter katastrophalen Zuständen über Monate oder Jahre fest. Die ohnehin schlimmen Zustände werden durch den Winter weiter verschärft.

Tausende Menschen hängen entlang der Balkanroute fest, so leben z.B. 2500 Menschen in Bosnien-Herzegowina meist in Zelten, davon ein Drittel Familien mit Kindern und Minderjährigen. Die Situation ist katastrophal. Viele Sachspenden (Decken, Kleidung, Schuhe, Planen, Zelte) sind vor Ort. Was fehlt, ist Geld für frische Lebensmittel, die wir vor Ort einkaufen.

Wir konnten durch Eure Unterstützung Vieles bewegen, obwohl es in Anbetracht der Lage niemals genug sein wird. So konnte die No Border Kitchen Lesbos in 2017 und 2018 mit jeweils rund 100.000 Euro Spendengeldern die Menschen, die dort in schlimmen Zuständen festsitzen, unterstützen. Durch warme Mahlzeiten, Getränke, Decken und Kleidung können wir Menschen unterstützen, nicht jedoch ihnen ihre Würde zurückgeben. Wir können ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind und dass es auch in Europa Menschen gibt, die sich mit ihnen solidarisieren. Inzwischen haben sich unserer Crew auch Geflüchtete aus aller Welt angeschlossen ohne deren Hilfe wir den Support vor Ort gar nicht schaffen könnten.
Um unsere Vorhaben auch jetzt und in Zukunft weiter realisieren zu können, bitten wir Euch (erneut) um Eure Unterstützung.

Immer wieder fahren Gruppen oder Einzelpersonen von uns an die Orte des Geschehens, um sich ein direktes Bild der Lage zu machen und einen Überblick zu gewinnen, an welchen Orten es konkret welcher Hilfe bedarf. Ziel ist dabei auch, Informationen zu sammeln, sich mit Geflüchteten und anderen aktiven Gruppen zu vernetzen und hierzulande wieder mehr Transparenz zur aktuellen Situation zu schaffen.

Wir wenden uns hiermit nochmal an Euch alle mit der Bitte, uns (weiterhin) zu unterstützen. Zum einen sind wir dringend auf Geldspenden angewiesen, um überhaupt noch weiter kochen zu können. Was uns eint, ist, durch unsere Arbeit und die Bereitstellung von Verpflegung und technischer Infrastruktur vor Ort, konkrete Hilfe zu leisten und so die Menschen auf der Flucht bei der Überwindung der Grenzen praktisch zu unterstützen.
Wir bitten alle unsere Freund_innen und Genoss_innen, uns nach ihren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen und zu überlegen, wie und wo ihr in Eurem Umfeld evtl. Geld besorgen könnt, damit bei uns weiterhin der Kessel dampft.

Außerdem wäre es super, wenn Ihr diesen Aufruf möglichst breit streuen und weiterleiten könntet.

In Solidarität,
Grenzenlos Kochen Hannover, als Teil der Kampagne “No Border – No Nation – Just People”

Infos zur Situation an den Grenzen:
http://bordermonitoring.eu/
Lesbos: https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/

Spendenkonto:
Kontoinhaber*in: VVN/BdA Hannover
Verwendungszweck: just people
Bank: Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC: PBNKDEFFXXX
(Verwendungszweck beachten!)

Filmvorführung in Hannover und vier anderen deutschen Städten

*****English below*****

14.12.18, Hannover (Elchkeller), 19:00 Uhr:

Moria 35

„Moria 35″, eine Dokumentation über die brutale Festnahme von und den Gerichtsprozess gegen 35 protestierende Geflüchtete im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos.

Trailer: https://www.facebook.com/705411139643622/videos/325619401366802/
Website Regisseur: https://joindaproductions.wordpress.com/
Facebook Regisseur: https://www.facebook.com/Joinda-production-705411139643622
Facebook-Event zur Veranstaltung in Hannover: https://www.facebook.com/events/257605324913493

Griechenland, Lesbos, 2017. Seit Monaten protestieren Geflüchtete gegen die menschenunwürdigen Lebensbedingungen im Lager Moria. Am 18. Juni findet ein friedlicher Sitzstreik ein gewaltsames Ende. Die Polizei stürmt das Flüchtlingslager und nimmt auf brutale Weise 35 Männer fest. Neun Monate lang müssen sie im Gefängnis ausharren, bevor ihnen ein Gerichtsprozess gemacht wird, obwohl es keinerlei Beweise gegen sie gibt. „Soweit ich das verstehe, bin ich nur festgenommen worden, weil ich schwarz bin“, schließt Didier Ndiay aus dem Senegal.

Der erste Teil des Films folgt den verschiedenen Protesten und der Festnahme der 35 Männer im Lager Moria. Im zweiten Teil wird der Gerichtsprozess gegen die Geflüchteten begleitet und es wird ein Ausblick auf ihre verschiedenen Lebenssituationen nach Verkündung des Urteils gegeben, die von einem Leben in Freiheit bis hin zu Haft und Abschiebung reichen.
Der Fall der Moria 35 ist paradigmatisch für eine fortlaufende Kriminalisierung von Geflüchteten auf den Griechischen Inseln seit Abschluss der EU-Türkei Erklärung. Daher wird es zu Beginn des Filmes eine kurze Einführung zur Situation von Geflüchteten seit dem Deal zwischen der EU und der Türkei vom März 2016 geben.

In Anschluss an den Film gibt es eine offene Diskussion mit dem Regisseur Fridoon Joinda, der selbst als Geflüchteter auf Lesbos lebte und zahlreiche Filme über die Situation auf der Insel gedreht hat, sowie mit der Produzentin Valeria Hänsel, die als Teil von der Organisation bordermonitoring.eu und kritnet des Netzwerks für kritische Migrations- und Grenzregime-Forschung auf Lesbos tätig ist.
Im Rahmen der Veranstaltung wird eine Aktivistin der Kampagne „You can´t evict Solidarity“ über aktuelle Repressionen und Kriminalisierung auf der Balkanroute informieren.
(Bei den Veranstaltungen in Göttingen und Berlin wird zudem die Rechtsanwältin Lorraine Leete, die seit 2 Jahren im Legal Centre Lesbos Rechtsberatung für Geflüchtete durchführt, über die juristischen Hintergründe informieren.)

Der Eintritt ist frei.

Der Film wird auf Englisch und in fünf verschiedenen Städten gezeigt:

13.12. Marburg (Capitol Kino); 20:00 Uhr
14.12. Hannover (Echkeller), 19:00 Uhr
15.12. Göttingen (Hörsaal, Platz der Göttinger Sieben, HSG); 19:00 Uhr
16.12. Dresden (Kosmotique e. V.), 19:00 Uhr
17.12. Berlin (Kino Moviemento), 19:00 Uhr

Die Tour wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.

Moria 35

Greece, Lesbos, 2017: For months, refugees have been protesting against the inhumane living conditions in Moria camp. On 18 June, a peaceful sit-down strike comes to a violent end. The police storms the refugee camp and brutally arrests 35 men. For nine months, they have to wait in prison before facing a trial in court, even though there is no evidence against them. „As far as I understand, I was only arrested because I am black,“ said Didier Ndiay from Senegal.

The first part of the film follows the various protests and the arrest of the 35 men in Moria camp. The second part accompanies the trial of the refugees and gives an outlook on their different life situations after the sentence, ranging from a life in freedom to imprisonment and deportation.

The case of the Moria 35 is paradigmatic for the ongoing criminalization of refugees on the Greek islands since the conclusion of the EU-Turkey Deal. Therefore, at the beginning of the film, there will be a brief introduction to the situation of refugees since the deal between the EU and Turkey in March 2016.
The film will be followed by an open discussion with director Fridoon Joinda, who himself has lived as a refugee on Lesvos and has made numerous films about the situation on the island, and with producer Valeria Hänsel, who is working on Lesvos for the organization Bordermonitoring and the Network for Critical migration and Border Regime Studies. At the events in Göttingen and Berlin, the lawyer Lorraine Leete, who has been providing legal advice for refugees at the Legal Center Lesvos for 2 years, will also provide information on the legal background.

Free entrance.

The film in English can be seen in five different cities:

13.12. Marburg (Capitol Kino); 8pm
14.12. Hannover (Echkeller), 7pm
15.12. Göttingen (Hörsaal, Platz der Göttinger Sieben, HSG); 7pm
16.12. Dresden (Kosmotique e. V.), 7pm
17.12. Berlin (Kino Moviemento), 7pm

The tour is realised in cooperation with the Rosa Luxemburg Foundation.

Vortrag: „Was bedeutet Solidarität heute?“ – Mo., 25.06., 20 Uhr, UJZ Korn

*Montag, 25. Juni, 20 Uhr, UJZ Korn, Kornstr. 28-32*

„Bedingung für die freie Gesellschaft sind autonome Individuen, die zur Solidarität fähig sind.“ (Bundschuh 1998)

Früher war in (linken) politischen Kontexten der Begriff Solidarität ein wichtiger Begriff, ob als Klassensolidarität des Proletariats oder als internationale Solidarität der Unterdrückten weltweit. In neueren und neuesten sozialen Bewegungen – ob der Frauen-, Umwelt- oder
Geflüchtetenbewegung – oder Kämpfen gegen Prekarität stellt sich die Frage nach Solidarität neu: Wer soll wie mit wem solidarisch sein?
Können andere Begriffe wie „Support“, „Allyship“ oder „Komplizenschaft“ das Problem lösen? Oder geht es vielmehr um eine neue Praxis der Solidarität, die den alten Begriff mit neuen Inhalten füllt? Was steht hinter dem Modell der Solidarischen Netzwerke?
In dem Vortrag soll der Begriff Solidarität aus Perspektive Kritischer Gesellschaftstheorie und durch Bezug auf Diskussionen mit geflüchteten Aktivist*innen erneut erkundet werden.

Eine Veranstaltung von Solinet Hannover im Rahmen des festival contre le racisme

Film: LESVOS: BEAUTIFUL PRISON – Sa., 07.04.2018, Kino im Sprengel

Samstag – 07.04.2018, 20:30 Uhr

Kino im Sprengel

von Laura Heinig, D/GR  2017, 55 min., digital,
https://www.lesvos-beautiful-prison.com/

Kurztext: Der Dokumentarfilm zeigt die häßliche Seite der Festung Europa, aber auch Mut, Solidarität und Selbstorganisation.
Der Dokumentarfilm zeigt anhand der Geschichte und den Erfahrungen von fünf Frauen die Situation auf der griechischen Insel Lesbos (griech. Lesvos). Lesvos war und ist einer der zentralen Orte, an dem Menschen auf ihrem Weg nach Europa ankommen. Die im Film porträtierten Frauen haben ihre ganz eigene Geschichte, wie und warum sie auf die Insel gekommen sind. Sie eröffnen zusammen eine ganz besondere Perspektive auf all das, was auf Lesvos geschieht – vom Ankommen als Geflüchtete auf der Insel, den Lebensbedingungen im Flüchtlingscamp Moria und der Brutalität der europäischen Außen- und Grenzpolitik. Sie erzählen aber gleichzeitig auch eine andere Geschichte von Freundschaft, gegenseitiger Hilfe und dem Versuch, in einem besetzten Haus mitten in der Hauptstadt von Lesvos autonom leben zu können. Damit zeigt der Film auf ganz eindrückliche Weise, wie der Versuch unternommen wird, sich seine Menschlichkeit, Würde, Unabhängigkeit und seine Freiheit zu bewahren.

Nach dem Film Diskussion und anschließend Soliparty in der Sturmglocke

In Zusammenarbeit mit der „Gruppe für praktische Solidarität“

Trailer: https://vimeo.com/248353134

Eintritt 5 Euro, HannoverAktivPass 2,50 Euro