Aufruf

Spendenaufruf Idomeni

Die Gruppe “Grenzenlos Kochen Hannover” macht sich in neuer Besetzung wieder auf nach Griechenland, dieses Mal an den Ort Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze:

Hallo! Wir sind 4 junge Menschen aus Hannover…
…und wir benötigen Eure Hilfe, um eine mobile Küche an der griechisch-mazedonischen Grenze aufrechtzuerhalten!

Nordgriechenland, März 2016:
Die griechisch-mazedonische Grenze nahe Idomeni, die vor wenigen Monaten noch passierbar war, wird jetzt von schwer bewaffneten Militäreinheiten bewacht und mit Zäunen abgeriegelt.
Nur Syrer*innen und Iraker*innen dürfen die Grenze noch passieren, doch auch von diesen werden nur 300-500 Personen pro Tag durchgelassen. Das hat dazu geführt, dass in Griechenland mittlerweile 35.000 fliehende Menschen feststecken. (UPDATE: Seit Montag, dem 07.03.16, ist die Grenze komplett geschlossen.)
12.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder, halten sich nach Schätzung der Hilfsorganisation “Save The Children” (Stand: 05.03.16) am Grenzübergang in Zelten auf; in der Hoffnung, doch noch über die Grenze zu kommen.
Was also auf den Fotos wie das Camping-Gelände eines Festivals aussieht, ist, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, mangelndem Regenschutz, fehlender Versorgung mit Wasser, Nahrung und sanitären Einrichtungen, der Kampf ums nackte Überleben.
Camp Idomeni 1
Camp Idomeni 2
Wieder einmal sind es auch hier nicht staatliche Einrichtungen, sondern unabhängige Aktivist_innen, die die Versorgung der Menschen mit dem Nötigsten sicherstellen:
Wir möchten unter anderem die aus den Niederlanden stammende mobile Küche Aid Delivery Mission, die mit einer Besetzung von 40-70 Personen derzeit täglich 8000 Mahlzeiten kocht, unterstützen. Wegen der großen Mengen benötigt diese Küche insbesondere auch finanzielle Unterstützung zur Bezahlung der Lebensmittel.

Das Kochen und die auf den ersten Blick rein humanitäre Arbeit ist hierbei durchaus als politisch zu verstehen: Die 12.000 Menschen nahe der Grenze sind den europäischen Staaten ein Dorn im Auge: Während es von Seiten der griechischen Behörden keinerlei Unterstützung gibt, gibt es von Seiten der mazedonischen Grenzpolizei Pfefferspray und Knüppel bei Versuchen, die Grenze dennoch zu überwinden. Zuletzt wurden hierbei am 29.02.16 Dutzende Menschen verletzt, auch darunter viele Kinder.

Andererseits gibt es sogar Berichte darüber, dass in vom griechischen Militär geführten Refugee Camps nahe Idomeni regelmäßig vergammeltes Essen ausgegeben wird. Um Menschen auf der Flucht abzuschrecken, scheinen die europäischen Staaten vor keinem Mittel zurückzuschrecken.

Solange Europa sich nicht glaubhaft dafür einsetzt, Fluchtursachen zu reduzieren, sondern vor allem so weiter macht wie bisher und die Fluchtursachen weiter produziert, solange hat diese Festung Europa mit unserem Widerstand zu rechnen und so lange werden wir Menschen auf der Flucht unabhängig unterstützen!

Ab dem 15.03. werden wir für 2 Wochen die selbstorganisierte Küche “Aid Delivery Mission” und die fliehenden Menschen in Idomeni unterstützen.

Doch für diese praktische Solidarität brauchen wir eure Hilfe!
Wir sind dankbar für jede Form der Unterstützung, egal ob es sich um Sachspenden, Geldspenden, Mitfahrer*innen oder Öffentlichkeitsarbeit wie das Teilen dieses Aufrufs handelt.

Spendengelder benötigen wir, um vor Ort handlungsfähig zu sein und die Dinge einkaufen zu können, die am dringendsten gebraucht werden: Eure Geldspenden werden vor allem den Kauf von Nahrungsmitteln, Wasser, Regencapes, Notfalldecken und Sprit ermöglichen. Sollten wir zu viele Sach- oder Geldspenden erhalten, werden wir diese anderen Koch- und Unterstützungsgruppen vor Ort zukommen lassen.

Geldspenden zur Ermöglichung der Idomeni-Support-Tour bitte an:

Kontoinhaber*in: VVN/BdA Hannover
Verwendungszweck: refugeecamp-Balkan
Bank: Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC: PBNKDEFFXXX
(Verwendungszweck beachten!)

Bei Rückfragen, Anregungen o.ä. könnt ihr uns per Mail erreichen: grenzenloskochenhannover@posteo.de.

Über unsere Fahrt an die Grenzen wird es im Nachhinein eine Multimediareportage und einen Vortrag geben. Falls ihr uns hierfür einladen möchtet, kontaktiert uns ebenfalls gerne.
Wir werden euch außerdem durch regelmäßige Pressemitteilungen auf unserem Blog über die Verwendung eurer Spenden und die aktuelle Lage auf dem Laufenden halten. Wenn ihr diese auf direktem Wege erhalten wollt, schreibt uns eine Mail mit Bitte um Aufnahme in den Verteiler!

Mit solidarischen Grüßen,
Grenzenlos Kochen

Weitere Informationen zur aktuellen Situation in Idomeni:
- http://www.heute.de/idomeni-42564014.html
- https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/idomeni-173.html
- Infomobile: „Idomeni about to explode: Anybody listening out there?“
- Video: “An der Grenze der europäischen Werte”
- “Balkan-Route komplett geschlossen”
- “Brutale Racheaktionen gegen Protestierende: Mazedonische Behörden misshandeln Teilnehmer der Proteste von Flüchtenden in Idomeni bei legalem Grenzübertritt”

Camp Idomeni 3
Camp Idomeni 4

© Foto 1: http://aiddeliverymission.org/
© Fotos 2-5: Copyright Hugo Miguel Caldeira

Spendenaufruf November 2015:

Wir sind eine Gruppe von vier jungen Menschen aus Hannover, bestehend aus einer Studentin der Sozialen Arbeit, einer Medizinstudentin, einem Krankenpfleger, einem Fotojournalisten…

…und wir benötigen Eure Hilfe, um eine mobile Küche an der slowenisch-kroatischen Grenze aufrechtzuerhalten!

Südosteuropa 2015, kurz vor Wintereinbruch:
Grenzen, die vor wenigen Wochen noch passierbar waren, werden jetzt von schwer bewaffneten Militäreinheiten bewacht und mit Zäunen abgeriegelt. Das Problem: Menschen, die auf der Flucht sind, haben keine Wahl. Sie machen sich auf den Weg nach Deutschland, nach Schweden oder nach Griechenland, obwohl sie wissen, dass sie sterben könnten, sei es aufgrund von Kälte, Erschöpfung, Krankheit, Gewalt oder Ertrinken.

Durch Medienberichterstattungen, von Menschenrechtsorganisationen und von Freund_innen auf dem Balkan, haben wir von katastrophalen Zuständen, von tausenden erschöpften Menschen, die an den Grenzübergängen festsitzen, erfahren. Dort mangelt es an allem, ob Wasser, Essen, Decken oder Regenschutz. Die Menschen müssen teilweise über mehrere Tage schutzlos unter freiem Himmel ausharren, durchnässt, hungrig, dehydriert, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Immer wieder werden die Menschen von Polizist_innen und dem Militär mit Trängengas und Schlagstöcken zurückgedrängt. Hilfsorganisationen wie der UNHCR oder das Rote Kreuz sind komplett überfordert: In ihren Lagern fehlt es fast überall an Decken, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln.
Aktuell „ist Slowenien nach Ungarn und Kroatien das neue Transitland auf der Balkanroute. Die Regierung versucht, die Flüchtlinge mit Militär und Polizei an der Grenze festzusetzen: Die Folge ist, dass tausende Flüchtlinge bei winterlichen Temperaturen und schwerem Regenfall im Schlamm übernachten müssen, darunter auch Frauen, Kinder, Alte und kranke Menschen.“ (Pro Asyl, 26.10.15.)
Wir können diese Berichte nicht weiter ertragen und werden deswegen für 10 Tage selbst an einen Ort auf der sogenannten Balkanroute fahren, um vor Ort zu helfen:
Wir wollen Mitte November die Menschen in einer selbstorganisierten Küche an der slowenisch-kroatischen Grenze ablösen, die dort schon seit Wochen Tag und Nacht für die Schutzsuchenden kochen.
Doch für diese praktische Solidarität brauchen wir eure Hilfe!
Wir sind dankbar für jede Form der Unterstützung, egal ob es sich um Sach- oder Geldspenden, Mitfahrer_innen oder Öffentlichkeitsarbeit wie das Teilen dieses Aufrufs handelt.

Spendengelder benötigen wir, um vor Ort handlungsfähig zu sein und die Dinge einkaufen zu können, die am dringendsten gebraucht werden: Eure Geldspenden werden vor allem den Kauf von Nahrungsmitteln, Wasser, Regencapes, Notfalldecken und Sprit ermöglichen. Sollten wir wider Erwarten zu viele Sach- oder Geldspenden erhalten, werden wir diese anderen Koch- und Unterstützungsgruppen auf der Balkanroute zukommen lassen.

An Sachspenden brauchen wir vor allem:
- Winterschlafsäcke
- Regenkleidung
- Babynahrung
- Mützen, Handschuhe
- Trockennahrung aus Großhandel (Linsen, Reis etc)
- Zelte
- Rettungsdecken, Wärmedecken
- Isoliermatten

Geldspenden zur Ermöglichung der Balkan-Support-Tour bitte an:
Kontoinhaber: VVN/BdA Hannover
Verwendungszweck: refugeecamp-Balkan
Bank: Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC: PBNKDEFFXXX
(Verwendungszweck beachten!)

Sachspenden können, ebenfalls unter Angabe des Verwendungszwecks, abgegeben werden in der:
Fröbelstraße 5, 30451 Hannover.

Bei Rückfragen, Anregungen o.ä. könnt ihr uns per Mail erreichen: grenzenloskochenhannover@posteo.de

Über unsere Fahrt an die Grenzen wird es im Nachhinein eine Multimediareportage und einen Vortrag geben.
Wir werden euch außerdem durch regelmäßige Pressemitteilungen auf unserem Blog über die Verwendung eurer Spenden und die aktuelle Lage auf dem Laufenden halten. Wenn ihr diese auf direktem Wege erhalten wollt, schreibt uns eine Mail mit Bitte um Aufnahme in den Verteiler!

Mit solidarischen Grüßen,
Grenzenlos Kochen