Mi., 22.02., 20 Uhr – UJZ Korn Hannover – Infoveranstaltung: “You Can‘t Evict Solidarity”

In Griechenland hat im Sommer 2016 eine neue Repressionswelle begonnen, die sich gegen eine gemeinsame, selbstorganisierte und solidarische Bewegung von Geflüchteten sowie griechischen und internationalen Aktivist*innen richtet.
Im Juli 2016 wurden drei linke Hausprojekte in Thessaloniki sowie das ,,Social Center For All'‘ der NoBorderKitchen Lesbos und das Camp am Hafen von Piräus geräumt. Es wurden über 100 Menschen festgenommen, 70 von ihnen angeklagt.

Am 16. September 2015 wurden am Grenzübergang Röszke an der serbisch-ungarischen Grenze 11 Menschen wegen “illegalen Grenzübertritts” und “Teilnahme an einem Massenprotest” festgenommen (Röszke 11). Einer wurde nun zu 10 Jahren Haft wegen ,,Terrorismus'‘ verurteilt.

Diese Repressionen sind die staatliche Strategie, einzelne Aktivist*innen einzuschüchtern und die Solidaritätsbewegung zu schwächen. Betroffen sind wenige, aber gemeint sind wir alle, und gerade deshalb ist es so wichtig, keine*n allein zu lassen. Wir wollen gemeinsam eine kraftvolle internationale Antirepressions-Kampagne starten, als Bewegung wachsen und in Griechenland und überall selbstorganisiert und solidarisch Alternativen zu staatlicher und EU-Politik schaffen!

Bei dieser Infoveranstaltung werden Aktivist_innen der Kampagne über die Hintergründe zu den Hausbesetzungen, die Räumungen, die Gerichtsverfahren und die mögliche Antirepressions-Kampagne reden.

Mi., 22.02., 20 Uhr – UJZ Korn, Kornstraße 28 -30; 30167 Hannover

Website der Anti-Repressions-Kampagne: https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

6000€ Spenden an NoBorderKitchen Lesbos weitergeleitet

Liebe Freund_innen und Unterstützer_innen,

vielen Dank! Ihr seid großartig. Mit Eurer Hilfe und finanziellen Unterstützung während der letzten 14 Monate wurde nicht nur unsere erste Fahrt nach Lesbos im November 2015 und unsere zweite Fahrt nach Idomeni im März 2016 möglich, sondern wir können bis heute viele Projekte von Freund_innen unterstützen, die wir während der Fahrten kennengelernt haben (z.B. das Mobile Info Team).
Grade jetzt ist ein Aktivist von Grenzenlos Kochen Hannover wieder bei der NoBorderKitchen Lesbos und musste feststellen, dass die Lage (insbesondere finanziell) angespannt ist (https://www.generosity.com/emergencies-fundraising/no-borders-kitchen-lesvos).

Die NoBorderKitchen auf der (scheinbar vergessenen) Insel Lesbos kocht
600 Mahlzeiten am Tag,
18000 Mahlzeiten im Monat,
gibt pro gekochter Mahlzeit ca. 33ct aus
und benötigt daher im Monat 6000€ für Lebensmittel.

Deshalb haben wir ihnen von Euren Spendengeldern 6000€ zukommen lassen, damit die Küche auf Lesbos hoffentlich zumindest den Winter über fortbestehen kann.
Die verbleibenden ca. 6500€ auf unserem Spendenkonto werden wir in der nächsten Zeit an weitere Projekte mit dringendem Bedarf weiterleiten.

Falls ihr die NoBorderKitchen weiter unterstützen wollt,
könnt ihr dies über das hier angegebene Konto: https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/vii-support/
(die Rote Hilfe Salzwedel hat die NoBorderKitchen über ein Jahr am Leben erhalten können),
oder per Überweisung an unser Spendenkonto:
Kontoinhaber*in: VVN/BdA Hannover
Verwendungszweck: refugeecamp-Balkan
Bank: Postbank Hannover
IBAN: DE67 250 100 3000 4086 1305
BIC: PBNKDEFFXXX

Tipps zum eigenständigen Spendensammeln bietet dieser Link: https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/post/2016/12/27/callout-for-support-we-need-your-help/.

Vielen Dank, Eure Hilfe macht einen Unterschied!

Statement gegen die Bedingungen in griechischen Flüchtlingslagern //Statement against conditions in Greek refugee camps

Scroll down for English, Greek, Italian, Arabic and Farsi

Die Temperaturen fallen unter den Gefrierpunkt und dennoch leben immer noch tausende von Geflüchteten unter unerträglichen Bedingungen in griechischen Flüchtlingslagern. Nach Monaten sehen wir immer noch keine nennenswerte Verbesserung der Lebensbedingungen in den Lagern und trotz bereits im Sommer vorliegender Pläne sind sie kaum winterfest gemacht worden. Das Legal Team for the Protection of Refugees` and Immigrants` Rights und das Mobile Info Team for refugees in Greece – الفريق المتنقل لمعلومات اللاجئين haben ein Statement verfasst um gegen diese Bedingungen ein Zeichen zu setzen. Das Statement in Deutsch finden Sie unter folgendem Link:
http://bit.ly/2hTaos4

/// Winter is here and thousands of refugees are still living under terrible conditions in tents in Greek refugee camps. After months in the field, we still don´t see big improvements of the living conditions in the camps and the promised winterisation didn´t really take place. The Legal Team for the Protection of Refugees‘ and Immigrants‘ Rights and the Mobile Info Team have written a statement to speak out against these circumstances. You can find the statement in English by clicking on the link below. Please read and share!
http://bit.ly/2hUIluF

Please find here the statement
in Greek language: http://bit.ly/2h1jJvP
in Italian language: http://bit.ly/2hqZyZ5
in Arabic language: http://bit.ly/2hc7WQ8
in Farsi: http://bit.ly/2hHgIog

Workshop: Kritische Selbstreflektion der Rolle von Ungleichheitsverhältnissen in der Arbeit mit Geflüchteten

Am kommenden Donnerstag, den 17.11.16, sind wir mit einem Workshop beim Themennachmittag an der HS Hannover vertreten:

- 13 Uhr: „Workshop: Kritische Selbstreflektion der Rolle von Ungleichheitsverhältnissen in der Arbeit mit Geflüchteten“
- 16 Uhr: Menschen auf der Flucht – Fluchtgeschichte von Buga und Ahmed
- 18 Uhr: Integrationsgesetz in Kraft! Eine Gesetzesreform oder eine Gesetzesverschärfung?

13 Uhr: „Workshop: Kritische Selbstreflektion der Rolle von Ungleichheitsverhältnissen in der Arbeit mit Geflüchteten“

Sollten deutsche Aktivist_innen nicht mehr auf die ‘Balkanroute’ fahren, um Refugees auf der Reise zu unterstützen? Ist es möglich, als Aktivist_in über ‘holidarity’ und ‘voluntourism’ hinauszugehen?
Nach einer kurzen Beschreibung ihrer Tätigkeit auf der griechischen Insel Lesbos und am Grenzort Idomeni wollen Aktivist_innen von “Grenzenlos Kochen Hannover” mit euch diese und weitere Fragen diskutieren. Was ist gut daran, wenn Menschen mit Privilegien Menschen ohne Privilegien unterstützen, was ist daran definitiv schlecht und was bedeutet das für aktivistische Praxis, nicht nur auf der Balkanroute, sondern auch im Kampf gegen andere Ungleichheitskategorien?

Hintergrundlektüre: https://reflactionistcollective.noblogs.org/

16 Uhr: Menschen auf der Flucht – Fluchtgeschichte von Buga und Ahmed

Referenten: Ahmed und Buga

Ahmed und Buga leben seit dem Jahr 2013 in Deutschland.
In diesem Vortrag werden sie nach einem kurzen historischen Abriss die Situation in ihrem Heimatland, dem Sudan, beschreiben. Darauf aufbauend werden sie ihre persönlichen Fluchtgründe schildern und die Erfahrungen ihrer Flucht teilen. Am Ende werden sie ihre damaligen Vorstellungen von Europa beschreiben und berichten, inwiefern diese bestätigt wurden. Auch für Fragen wird Zeit sein.

18 Uhr: Integrationsgesetz in Kraft! Eine Gesetzesreform oder eine Gesetzesverschärfung?

Referent: Paulo Dias

Am 31. Juli 2016 ist das neue Integrationsgesetz in Kraft getreten. In den letzten 12 Monaten hat der Gesetzgeber eine Vielzahl neuer Gesetze auf dem Gebiet des Asyl- und Ausländerrechts erlassen. Das Integrationsgesetz enthält u.a. Veränderungen bei der Wohnsitzauflage, den Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge und Kürzungen beim Existenzminimum. Rechtsanwalt Paulo Dias aus der insbesondere auf Ausländer- und Asylrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Recht-Durchsetzen.de aus Hannover wird hierzu einen Vortrag halten und über die neuen Reformen bzw. neuen Verschärfungen im Ausländer- und Asylrecht referieren.

Soli-Kampagne “You can`t evict Solidarity”

Nach dem Ende des diesjährigen No Border Camps, das vom 15. – 24. Juli 2016 in Thessaloniki (Griechenland) stattfand und zu dem hunderte No Border Aktivist*innen aus ganz Europa angereist waren – wurden in den frühen Morgenstunden des 27. Juli 2016 drei besetzte Häuser in Thessaloniki zeitgleich von der Polizei geräumt.

Bei den Räumungen wurden über 100 Menschen festgenommen, 70 von ihnen angeklagt. In den folgenden Tagen und Wochen fanden bereits Gerichtsprozesse statt. Darin wurden Aktivist*innen zu Geldstrafen und zu auf Bewährung ausgesetzten Haftstrafen verurteilt, andere Verfahren stehen noch aus.

Gegen diese Räumungen und ihr juristisches Nachspiel wurde jetzt eine Anti-Repressions-Kampagne ins Leben gerufen: https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

Zum Hintergrund der Kampagne:
https://cantevictsolidarity.noblogs.org/informationen-zur-kampagne-informations-about-the-campaign/

Wie ihr die Kampagne unterstützen könnt:
https://cantevictsolidarity.noblogs.org/wie-kannst-du-unterstutzen-how-to-support/